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Festscheibe 2026
Diese Festscheibe ist weit mehr als ein dekoratives Stück Holz – sie ist ein sichtbares Zeichen von Tradition, Gemeinschaft und 125 Jahren gelebter Schützenkultur in Söcking.
Aus hellem, fein gemasertem Ahornholz von Hand gedrechselt, strahlt die Scheibe eine ruhige, warme Eleganz aus. Die sanft abgestuften Ringe, die beim Drechseln entstanden sind, verleihen ihr Tiefe und Struktur. Jede Linie folgt dem Rhythmus des Holzes und zeigt die Sorgfalt und Erfahrung des Handwerks. Der schützende Lack bewahrt die natürliche Schönheit des Materials und lässt die Maserung lebendig wirken – als hätte das Holz selbst eine Geschichte zu erzählen.

Im Zentrum der Scheibe befindet sich das Vereinswappen der Stefanischützen Söcking. Umrahmt von einem Eichenlaubkranz – einem klassischen Symbol für Beständigkeit, Stärke und Tradition – zeigt das Motiv die charakteristische Kirche von Söcking, flankiert von einem Baum und eingebettet in die Landschaft. Darunter kreuzen sich zwei Gewehre über einer Zielscheibe, ein Zeichen für den sportlichen Kern des Schützenwesens.
Rund um dieses Wappen verläuft der Schriftzug „Stefani Schützen Söcking OBB.“, und darunter die Jahreszahl 1901, das Gründungsjahr des Vereins. Die Gestaltung verbindet Heimat, Geschichte und das gemeinsame Hobby des Schießsports in einem einzigen Bild.
Der äußere Ring trägt die stolze Inschrift:
„Festscheibe – 1901 – 2026 – 125 Jahre Stefanischützen Söcking e.V.“
Damit erinnert die Scheibe an ein ganz besonderes Jubiläum: 125 Jahre Vereinsgeschichte. Ein Jahrhundert und ein Viertel, in dem Generationen von Schützinnen und Schützen zusammenkamen – zum Wettkampf, zur Kameradschaft und zum Feiern.
Eine kleine Geschichte zur Scheibe
Man kann sich gut vorstellen, wie diese Scheibe eines Tages im Schützenheim aufgehängt wird. Vielleicht an einem warmen Sommerabend im Jubiläumsjahr 2026. Die Fahnen stehen bereit, Blasmusik liegt in der Luft, und das Stimmengewirr der Vereinsmitglieder erfüllt den Raum.
Ein älterer Schütze bleibt vor der Scheibe stehen. Seit über vierzig Jahren ist er im Verein. Neben ihm steht ein junger Nachwuchsschütze, der gerade erst angefangen hat.

„Siehst du die 1901?“, sagt der Ältere und zeigt auf die Zahl im Wappen.
„Da haben unsere Urgroßväter den Verein gegründet. Damals hätte keiner gedacht, dass wir einmal 125 Jahre feiern.“
Der Junge betrachtet die Scheibe genauer. Das Holz glänzt im Licht, die Gravuren sind sauber und präzise.
„Und wer hat die Scheibe gemacht?“
„Ein Drechsler mit viel Herz für das Handwerk“, antwortet der Schütze. „So eine Scheibe entsteht nicht einfach. Man nimmt ein Stück Holz, dreht es, arbeitet die Ringe heraus, und irgendwann merkt man: Jetzt wird daraus etwas Besonderes.“
Vielleicht wird genau auf diese Scheibe beim Jubiläumsschießen gezielt. Jeder Treffer erzählt dann seine eigene kleine Geschichte – von Konzentration, Stolz und dem Wunsch, Teil dieser langen Tradition zu sein.
Und wenn in vielen Jahren neue Mitglieder vor dieser Scheibe stehen, werden sie nicht nur ein schönes Stück Holz sehen.
Sie werden erkennen, dass sie Teil einer Geschichte sind, die 1901 begann – und mit jeder Generation weitergeschrieben wird.

